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    <title>uninformation.org</title>
    <link>http://www.uninformation.org</link>
    <description>Ein Weblog. Version 2.0. Nat&#252;rlich beta. Von Ralf G., Webworker aus Karlsruhe. Schrieb einst das Netzbuch voll. Die kommerzielle Nutzung des Feeds von uninformation.org ist nicht gestattet.</description>
    <language>de</language>
    <ttl>40</ttl>
    <item>
      <title>Adminpedia?</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/108</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/108</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;img src="http://www.uninformation.org/images/adminpedia.png" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Sehr sch&#246;ner s&#252;ffisanter Artikel der futurezone &amp;#8211; &lt;a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/287781/"&gt;&#187;Im Reich der Wikikraten&#171;&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;


	&lt;blockquote&gt;
		&lt;p&gt;&#187;Und Qualit&#228;tssicherung, so der promovierte Mathematiker [Wikimedia-Vorstandsmitglied Philipp Birken, RG], habe f&#252;r ihn vor allem etwas mit L&#246;schen zu tun. [..] In letzter Instanz entscheiden die 200 Administratoren &#252;ber den Verbleib eines Artikels; meist M&#228;nner, alleinstehend, zwischen 20 und 35 Jahre alt [...].&#171;&lt;/p&gt;
	&lt;/blockquote&gt;


	&lt;p&gt;Und 25% der Artikel der englischen Wikipedia w&#252;rde Birken l&#246;schen. Was f&#252;r eine anma&#223;ende Arroganz. Und was f&#252;r ein Unsinn, denn im Gegensatz zu einer gedruckten Enzyklop&#228;die gibt es dort keinen Platzmangel.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Es ist mein Eindruck, dass viele der in Wikipedia aktiven &#187;L&#246;schfreunde&#171; dort Kompensation, f&#252;r was auch immer, suchen. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; ist auf einen unguten Weg. Und das nicht nur wg. der L&#246;schfreudigkeit, &lt;a href="http://www.gulli.com/news/wikipedia-bertelsmann-druckt-2008-04-22/"&gt;kommerzielle Aktivit&#228;ten&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Kurt_Jansson#Engagement_f.C3.BCr_Spiegel_Wissen"&gt;Personalrochaden mit &#187;Geschm&#228;ckle&#171;&lt;/a&gt; kommen hinzu. Es scheint, dass die besten Zeiten der Wikipedia vorbei sind und sie sich auf einem durch ihren eigenen Erfolg begr&#252;ndeten Weg in den Abgrund befindet. Die Spiegel-Bertelsmann-Geschichten sind nur eine &#187;Geschmackssache&#171;, das wirkliche Problem sind die &#187;M&#228;nner, alleinstehend, zwischen 20 und 35&#171;, die sich mit ihrer administrativen Macht eine Wikipedia nach ihrem Gutd&#252;nken formen.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 11:05:11 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>wikipedia</category>
      <category>adminpedia</category>
    </item>
    <item>
      <title>&#187;Seien wir realistisch, versuchen wir das Unm&#246;gliche.&#171; Zum 80. Geburtstag von Ernesto Che Guevara.</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/107</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/107</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;img src="http://www.uninformation.org/images/chewithcigar.jpg" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Heute, am 14. Juni, w&#228;re &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernesto_Guevara"&gt;Ernesto &#187;Che&#171; Guevara&lt;/a&gt; 80 Jahre alt geworden, wenn ihn nicht die B&#252;ttel des so genannten &#187;Freien Westens&#171;, die von der &lt;span class="caps"&gt;CIA&lt;/span&gt; tatkr&#228;ftig unterst&#252;tzten Regierungstruppen der bolivianischen Milit&#228;rdiktatur, am 9. Oktober 1967 ermordet h&#228;tten. So wurde Che, nicht zuletzt durch das legend&#228;re &lt;a href="http://www.art-for-a-change.com/Month/korda.htm"&gt;Foto von Alberto Korda&lt;/a&gt;, in den 60ern, 70ern und 80ern eine Ikone des Aufbegehrens gegen die verkrusteten Strukturen des &#187;Freien Westens&#171;. Und dann schlie&#223;lich in diesem Jahrtausend vorwiegend eine Pop-Ikone, die von unpolitischen jungen Leuten auf ihrem T-Shirt spazieren getragen wird, ohne dass sie auch nur den leisesten Schimmer h&#228;tten, wer das ist und wof&#252;r er stand. Die Konsumgesellschaft rezipiert halt nur noch ironisierend oder stilisierend.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Che dient dar&#252;ber hinaus aber auch heute noch als Reibungs- und Projektionsfl&#228;che f&#252;r das konservative Spektrum. Exemplarisch daf&#252;r ist das &lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2102395/Ein_moerderischer_Bohemien.html"&gt;Essay des bei seinem politischen Flankenwechsel, von ganz links au&#223;en kommend, mittlerweile an der rechten Seite bei Springers &lt;span class="caps"&gt;WELT&lt;/span&gt; angekommenen Thomas Schmid&lt;/a&gt;. Comandante Che als Ventil zur nachtr&#228;glichen Abrechnung mit den eigenen Jugends&#252;nden.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Selbstverst&#228;ndlich darf man das Wirken Ches, wie das jeder historischen Figur, nicht losgel&#246;st von seiner Zeit betrachten. In den 50ern und 60ern gefiel sich der &#187;Freie Westen&#171; in seiner antikommunistischen Hysterie in der Unterst&#252;tzung von dem Kapitalismus wohl gesonnener brutaler Milit&#228;rdiktaturen in S&#252;damerika. Nur in diesem Kontext ist seine H&#228;rte im Umgang mit Gegnern der Revolution zu verstehen und zu bewerten, und nicht aus der heutigen Perspektive des mit der Welt in seinem Laptop verbundenen Couchtheoretikers des globalisierten Kapitalismus, der mit dem Ende des Staatssozialismus in Osteuropa auch den Lauf der Geschichte f&#252;r abgeschlossen h&#228;lt und sich nun anschickt, die Geschichte des 20. Jahrhunderts und seine Akteure nachtr&#228;glich in &#187;Gut&#171; und &#187;B&#246;se&#171; einzuteilen. Weil bekanntlich immer der Sieger die Geschichte schreibt.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Che mahnt uns mit der ganzen gnadenlosen H&#228;rte und Konsequenz seines Handelns dazu, sich auch im 21. Jahrhundert nicht mit einer ungerechten Welt abzufinden, sondern an einer besseren zu arbeiten. In diesem Sinne: Cumplea&#241;os Feliz, Comandante!&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Noch ein paar Links:&lt;/p&gt;


	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="http://che.twoday.net/"&gt;Che 1928-2008.&lt;/a&gt; Sch&#246;ne Sammlung in Blog-Form zum Geburtstag.&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.sancristobal.cult.cu/sitios/che/canciones.htm"&gt;Canciones y poes&#237;as musicalizadas dedicadas o aleg&#243;ricas a Ernesto Che Guevara.&lt;/a&gt; Eine &#252;ppige Liste mit Liedern im &lt;span class="caps"&gt;MP3&lt;/span&gt;-Format, die Che gewidmet sind.&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.jungewelt.de/2008/06-14/030.php"&gt;Junge Welt: &#187;Wir erlernten die Kunst des Krieges mitten im Kampf.&#171; Erinnerungen an Che Guevara. Fidel Castro im Gespr&#228;ch mit Ignacio Ramonet.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.jungewelt.de/2008/06-14/004.php"&gt;Junge Welt: 80 Jahre Che.&lt;/a&gt; Foto-Reportage.&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.nadir.org/nadir/initiativ/che_mahir/che.htm"&gt;Einige Schriften Che Guevaras.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.netzeitung.de/spezial/zeitgeschichte/1052897.html"&gt;Die Netzeitung zum Geburtstag.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;


	&lt;p&gt;[Bild: &lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:ChewithCigar.jpg?uselang=de"&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;]&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 14 Jun 2008 10:59:53 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>che</category>
      <category>ernestoguevara</category>
      <category>revolution</category>
    </item>
    <item>
      <title>Netztand IV: snackr</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/106</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/106</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://snackr.net/"&gt;snackr&lt;/a&gt; ist so ein recht obsoletes &lt;span class="caps"&gt;RSS&lt;/span&gt;-Dingen auf der Basis von Adobe &lt;span class="caps"&gt;AIR&lt;/span&gt;. Nichts Schlimmes, aber es ist offensichtlich ein Bastelprojekt, denn es zerst&#246;rt Logfiles mit seinem nicht-RFC-kompatiblen Referrer-Feld namens &#187;app:/Snackr.swf&#171; (&lt;a href="http://www.w3.org/Protocols/rfc2616/rfc2616-sec14.html"&gt;Zitat &lt;span class="caps"&gt;RFC&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;):&lt;/p&gt;


	&lt;blockquote&gt;
		&lt;p&gt;&#187;The Referer field &lt;span class="caps"&gt;MUST NOT&lt;/span&gt; be sent if the Request-URI was obtained from a source that does not have its own &lt;span class="caps"&gt;URI&lt;/span&gt;, such as input from the user keyboard.&#171;&lt;/p&gt;
	&lt;/blockquote&gt;


	&lt;p&gt;Mein diesbez&#252;gliches An-Twittern des Enwicklers brachte nichts, darum muss Strafe sein, und wer m&#246;chte denn nicht wenigstens einmal im Leben ein &lt;span class="caps"&gt;RFC&lt;/span&gt;-Pedant sein? ;)&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Man nehme in seiner .htaccess folgende Einstellungen vor:&lt;/p&gt;


&lt;pre&gt;SetEnvIfNoCase Referer "app:/Snackr.swf" amateur
&amp;lt;FilesMatch "(.*)"&amp;gt;
Order Allow,Deny
Allow from all
Deny from env=amateur
&amp;lt;/FilesMatch&amp;gt;&lt;/pre&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 03 Jun 2008 21:28:35 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>snackr</category>
      <category>netztand</category>
      <category>rss</category>
    </item>
    <item>
      <title>Geschwindigkeit als Tugend 2.0</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/105</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/105</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;img src="http://www.uninformation.org/images/bunker-uhren-deko-uninf.jpg" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Wann immer in der Welt etwas Schlimmes passiert, trompetet es durch das Netz: &#187;Jaaaa, wir hier im Web 2.0 sind ja soooooo viel schneller als diese ganze komischen langsamen Hanseln in den alten Medien.&#171; &lt;a href="http://twitter.com"&gt;Twitter&lt;/a&gt;, everybody&amp;#8217;s web darling &amp;#8211; zumindest, wenn es gerade nicht an Skalierungsschmerzen leidet &amp;#8211; wird in diesem Zusammmenhang &lt;a href="http://www.google.com/search?client=safari&amp;#38;rls=de-de&amp;#38;q=Twitter+schneller+medien&amp;#38;ie=UTF-8&amp;#38;oe=UTF-8"&gt;stets besonders lobgepriesen&lt;/a&gt;. Ob &lt;a href="http://www.gulli.com/news/erdbeben-in-china-twitter-2008-05-14/"&gt;Erdbeben in China&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://bluelectric.org/2008/05/15/brechende-nachrichten/"&gt;Rauch &#252;ber Berlin&lt;/a&gt;, &#252;ber Twitter erf&#228;hrt man sofort davon.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Die Frage ist nur: Was habe ich davon, ist Geschwindigkeit &#252;berhaupt eine unumstrittene Tugend auf dem weiten Feld der Information?&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;R&#252;ckblende: 2002, der so genannte &#187;11. September&#171; war noch frisch. Drei- bis viermal im Monat gab es auf dem (oft auch &#187;so genannten&#171;) Nachrichtensender n-tv ein journalistisch entw&#252;rdigendes Spektakel zu bewundern. Wann immer in den &lt;span class="caps"&gt;USA&lt;/span&gt; irgend etwas passierte, bspw. ein brennendes Auto an einem Flughafen (was dann letztendlich nur ein Unfall war), wischte n-tv sein Programm beiseite und hing sich, ganz Zweitverwerter, an die stundenlangen &#220;bertragungen der sensationsl&#252;sternen amerikanischen TV-Networks, offenkundig von der Hoffnung beseelt, das &#187;n&#228;chste gro&#223;e Terror-Ding&#171; live auf dem Sender zu haben. Letztendlich aber wurde eine Menge Sendezeit f&#252;r irrelevantes Zeug geopfert.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Zur&#252;ck in das Jetzt. Es ist die Zeit des &#187;benutzererzeugten Inhalts&#171;, und wenn Frau oder Herr B&#252;rger, ausgestattet mit technischem Equipment zur direkten &#220;bertragung in Ton, Wort und Bild, etwas Aufregendes erlebt, so geben sie in der Regel dem Drang nach, der Welt davon zu erz&#228;hlen. Und in den Zeiten 2.0 kann man &#187;der Welt davon erz&#228;hlen&#171; durchaus w&#246;rtlich nehmen.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Aber es hat einen guten Grund, dass nicht f&#252;r alles und jedes die Programme unterbrochen werden: Es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Fakten sammeln und Einordnen des Geschehens. Ohne nat&#252;rlich die Opfer verh&#246;hnen zu wollen (man weiss ja, alle kriegen alles in den falschen Hals), aber es ist egal, ob ich von einem Erdbeben in China jetzt, in der n&#228;chsten Tagesschau oder erst am n&#228;chsten Morgen aus der Zeitung erfahre. Dass Twitter schnell ist, ist sch&#246;n. Aber wertlos, so lange der B&#252;rgerjournalimus 2.0 nicht einordnet, sondern lediglich die &#187;Klein-Fritzchen erlebt auch mal etwas Aufregendes&#171;-Perspektive durch die technischen M&#246;glichkeiten in die ganze Welt bef&#246;rdert. Das Glorifizieren der Geschwindigkeit ist lediglich ein Berauschen an der pl&#246;tzlich zufallenden technischen &#187;Macht&#171;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;So weit, so gut. Man muss lernen, im Kult des Schnellen Dinge zu ignorieren.&lt;br /&gt;Was aber viel schlimmer ist: Dieses &#187;schnell schnell, was Aufregendes!&#171;-Gehabe ist schon lange auf den &#187;richtigen&#171; Journalismus &#252;bergesprungen. So krass, dass &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/?em_cnt=1343539"&gt;sich die deutschen Auslandskorrespondenten in einem Buch &#252;ber diese Mentalit&#228;t beschweren&lt;/a&gt;. Ein Zitat aus dem &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/?em_cnt=1343539"&gt;FR-Artikel dar&#252;ber&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;


	&lt;blockquote&gt;
		&lt;p&gt;&#187;So berichtet J&#246;rg Armbruster, der bis 2005 f&#252;r die &lt;span class="caps"&gt;ARD&lt;/span&gt; im Nahen Osten war, wie ihn ein Tagesschau-Redakteur aus dem Bett klingelte. Gegen zwei Uhr morgens habe der von einem Anschlag erz&#228;hlt. Eine Diskothek brenne, Hotels seien zerst&#246;rt und westliche Touristen get&#246;tet worden. &#8250;Mein Einwand, ich m&#252;sse mich erst einmal informieren, z&#228;hlte wenig&#8249;, schreibt Armbruster. Hamburg habe ihm die ersten Informationen einfach durchgegeben, die er dann als &#8250;J&#246;rg Armbruster live aus Kairo&#8249; ausgab.&#171;&lt;/p&gt;
	&lt;/blockquote&gt;


	&lt;p&gt;So l&#228;uft das, und das ist untragbar. Kann man das Werten von Geschwindigkeit als Prim&#228;rtugend den Laien im Web verzeihen, geht das bei Journalisten nicht. Geschwindigkeit mag eine Tugend sein. Aber Informationsqualit&#228;t ist auch eine. Und nicht einmal die unwichtigere. Es ist an uns Zuschauern, diese Qualit&#228;t einzufordern und zu honorieren.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 03 Jun 2008 08:20:16 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>weblogs</category>
      <category>journalismus</category>
      <category>web2.0</category>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Besuch am Karl-Marx-Monument</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/104</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/104</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2502099031/" title="Karl-Marx-Monument by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2183/2502099031_c92e72220c.jpg" width="500" height="375" alt="Karl-Marx-Monument" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Wenn ich eine Stadt besuche, kann man davon ausgehen, dass das ber&#252;hmteste Geb&#228;ude gerade renoviert wird und deshalb verh&#252;llt ist. So sah es auf dem ersten Blick auch in Chemnitz aus, als ich das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Marx-Monument"&gt;Karl-Marx-Monument&lt;/a&gt; besuchen wollte, dass schon vor vielen Jahren in meiner &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Marx-briefmarke.jpg"&gt;kindlichen Briefmarkensammlung einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Prompt war das Monument nat&#252;rlich von einem Ger&#252;st umgeben. Dieses Mal wird aber nicht renoviert, sondern Kunst geschaffen. Denn aus den Rohrstreben rund um das steinerne Abbild des Trierer Philosophen entsteht das &lt;a href="http://www.marxmonument.de/projekt.html"&gt;&#187;Temporary Museum Of Modern Marx&#171;&lt;/a&gt;. Am 7.6.08 soll es dann fertig errichtet und besuchbar sein, das tempor&#228;re Museum um den dann verh&#252;llten Marx-Kopf. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christo"&gt;Christo&lt;/a&gt; l&#228;sst sch&#246;n gr&#252;&#223;en. Mit einem auf den ersten Blick etwas d&#252;nnen theoretischen &#220;berbau (vgl. &lt;a href="http://www.ad-hoc-news.de/Marktberichte/de/16635974"&gt;diese Pressemeldung&lt;/a&gt;) soll die Aktion &#187;zur Auseinandersetzung mit den Ideen von Karl Marx und der k&#252;nftigen Stadtgestaltung von Chemnitz anregen&#171; (Zitat Pressemeldung).&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Randnotiz: Erschreckend ist, dass die Projektbeteiligten uns tats&#228;chlich &lt;a href="http://www.marxmonument.de"&gt;eine Website zur Aktion vorsetzen, deren Text allen Ernstes komplett aus Bildern zusammen dilettiert wurde&lt;/a&gt;. Hoffen wir mal f&#252;r die Besucherinnen und Besucher, dass die Aktion selbst handwerklich sauberer ausgef&#252;hrt wird&#8230;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 18 May 2008 19:19:05 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>chemnitz</category>
      <category>karl-marx-monument</category>
      <category>skulptur</category>
    </item>
    <item>
      <title>Die Unendlichkeit im Endlichen: Endlose Seiten</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/103</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/103</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2456607933/" title="Rolle by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3121/2456607933_e2daf1c2ff.jpg" width="500" height="375" alt="Rolle" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Mein &lt;a href="http://www.uninformation.org/pantarei"&gt;&#187;Alles-Web-2.0-Live-Stream&#171; namens &#187;Panta Rei&#171;&lt;/a&gt; ist nun, dem &lt;a href="http://bewhite.blogspot.com/2008/05/rails-endless-page-plugin.html"&gt;taufrischen &#187;Endless Page Plugin&#171; f&#252;r Rails&lt;/a&gt; sei Dank, als &#187;endlose Seite&#171; implementiert. D.h., es gibt keine Paginierung &#224; la &#187;Suchmaschinenergebnisseite&#171;, sondern es werden automatisch per &#187;Ajax&#171; Artikel nachgeladen, wenn Mensch vor dem Schirm zum unteren Ende der Seite vorgedrungen ist.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Dieses &#187;Endless Pageless&#171; genannte Pattern tauchte erstmals mit dem &lt;a href="http://www.humanized.com/reader/"&gt;Humanized Reader&lt;/a&gt; auf und wurde schon 2006 &lt;a href="http://unspace.ca/discover/pageless/"&gt;von Peter Forde beschrieben&lt;/a&gt;. Heutzutage ist es auch bei &lt;a href="http://www.soup.io/"&gt;soup.io&lt;/a&gt; zu bewundern, und, wie gesagt, nun gibt es auch ein &lt;a href="http://bewhite.blogspot.com/2008/05/rails-endless-page-plugin.html"&gt;schmuckes Rails-Plugin&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Wie ist das Meinungsbild da drau&#223;en an den Ger&#228;ten f&#252;r den Einsatz von endlosen Seiten, sinnvoll oder sinnlos?&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 04 May 2008 15:40:00 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>ruby</category>
      <category>rails</category>
      <category>endlesspageless</category>
      <category>ajax</category>
      <category>dev</category>
      <category>endless</category>
    </item>
    <item>
      <title>In diesem Krieg sind alle Tricks erlaubt</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/102</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/102</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/axiepics/2087606800/"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2011/2087606800_90e92a3a0b_d.jpg" alt="Bild: great patriotic war 2" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;[Bild: &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/axiepics/2087606800/"&gt;&#187;great patriotic war 2&#171; &amp;#8211; axiepics@flickr&lt;/a&gt; CC by-nc-nd, Thanx!]&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;In Deutschland &lt;a href="http://netzpolitik.org/2008/rundfunkaenderungsstaatsvertrag-vs-ard-und-zdf-im-netz/"&gt;tobt ein Krieg&lt;/a&gt;! Es wird um die Zukunft der &#252;berkommenen Medien im Web gek&#228;mpft. Verleger, &#214;ffentlich-Rechtliche Sender und die gew&#228;hlten Regenten dieser Republik sind der Ansicht, dass im Web jetzt mal &#187;Schluss mit lustig&#171; ist und Regulierungen her m&#252;ssen. Politiker regulieren gerne, und die Verleger freuen sich stets &#252;ber Regulierung, wenn sie ihren &#246;konomischen Interessen dient. Deshalb verl&#228;uft die Front derzeit zwischen der gemeinsamen Heeresleitung von Verlegern und Ministerpr&#228;sidenten (vor allem schwarzer politischer Couleur) auf der einen und den &#214;ffentlich-Rechtlichen Sendern auf der anderen Seite. Die m&#246;gen zwar auch Regulierung, aber anders, sehen sie sich doch als Gralsh&#252;ter des &#187;Sch&#246;nen Wahren Guten&#171; gegen die fiesen kommerziell motivierten Meinungsmachtkonglomerate der Verleger.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Die Verleger f&#252;hren den Kampf mit den ihnen zur Verf&#252;gung stehenden publizistischen Bodentruppen, besonders hervor tat sich dabei die &lt;span class="caps"&gt;FAZ&lt;/span&gt;, die seit Monaten mit &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E4595C841B6364DA9A03C3CF0FBF43CA0~ATpl~Ecommon~Scontent.html"&gt;tendenzi&#246;sen Artikeln wie diesem&lt;/a&gt; die &#214;ffentlich-Rechtlichen (&#214;R) unter schweres Artilleriefeuer nimmt. Dass diese, insbesondere mit dem &lt;span class="caps"&gt;GEZ&lt;/span&gt;-Unwesen, mitunter ein leichtes Ziel abgeben, ist zwar wahr, &#228;ndert aber nichts an Schussrichtung und Motivation der Angriffe.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Gestern abend (30.4.08) schlug die &lt;span class="caps"&gt;ARD&lt;/span&gt; mit einem gezielten Raketenangriff zur&#252;ck. Im Beitrag &lt;a href="http://www.swr.de/daserste/quoten-klicks-und-kohle/-/id=3436570/vbijck/index.html"&gt;&#187;Quoten, Klicks und Kohle&#171;&lt;/a&gt; wurde &#252;ber den Schatten des f&#252;r die &#214;R typischen Abw&#228;gungsgebot gesprungen und eine volle publizistische Breitseite abgefeuert. Nach dem &lt;a href="http://www.wortfeld.de/2008/04/11d/"&gt;bei &#187;Wortfeld&#171; zu lesenden durchgesickerten Entwurf eines neuen Rundfunkstaatsvertrag&lt;/a&gt; sollen die Aktivit&#228;ten der &#214;R auf reine Sendungsbegleitung gedeckelt werden, was den Abschied f&#252;r Angebote wie &lt;a href="http://www.tagesschau.de/"&gt;tagesschau.de&lt;/a&gt; bedeuten w&#252;rde. Den Verlegern sind die Nachrichtenangebote der &#214;R ein Dorn im Auge, denn wer sich dort umfassend informiert, besucht nicht mehr die &lt;a href="http://uninformat.io/post/33221324"&gt;ebenso seri&#246;sen wie informativen Klickstrecken von Angeboten wie welt.de&lt;/a&gt;, um dort als Klickvieh Seitenabrufe zu generieren. Der &lt;span class="caps"&gt;ARD&lt;/span&gt;-Beitrag nahm sich dem Thema auf unterhaltsam polemische Weise an und unternahm eine Reise durch die sch&#246;ne neue Welt der Verleger im Web.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Die Botschaft zusammen gefasst: Die Verleger wollen die &#214;R im Web weg haben. Der gesetzliche Informationsauftrag der &#214;R ist in Gefahr, wenn sich die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger nur noch auf den niveau&#228;rmeren privaten Angeboten &#187;informieren&#171;. Autor Thomas Leif besuchte mit der Kamera die Chefs und Redaktionen der Verleger-Angebote im Web, und deren Motivation wurde hervorragend herausgearbeitet. Die Verleger merken, dass die alten Medien Seher und Leser verlieren und wittern nun im Web das Gesch&#228;ft. Hier k&#246;nnen sie expandieren, nun auch Fernsehen machen, das sie aber lieber&#160;&#187;Videojournalismus&#171; nennen, denn Fernsehen in Deutschland unterliegt bekanntlich strengen Regeln. Zuschauer, die lieber auch im Web den (m.E. im gro&#223;en und ganzen hervorragenden) Journalismus der Tagesschau aufrufen, statt sich den etwas einf&#228;ltigen &#187;User-Generated-H&#228;ppchen-Content&#171; &#224; la &lt;a href="http://www.zoomer.de/"&gt;Zoomer&lt;/a&gt; rein zu ziehen, st&#246;ren das Gesch&#228;ft.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Apropos, besonders unterhaltsam war der Besuch bei &lt;a href="http://www.zoomer.de/"&gt;zoomer.de&lt;/a&gt;. Fremdsch&#228;men war angesagt als ein Zoomer-Redakteur befragt wurde und eigentlich nicht so recht wusste, was er bei Zoomer so treibt. Und es gab einen unr&#252;hmlichen Auftritt von Mercedes Bunz, Online-Chefredakteurin des Tagesspiegels (von Holtzbrinck, die auch hinter Zoomer stehen), die Leif mitteilte, dass sie alles, was die &lt;span class="caps"&gt;ARD&lt;/span&gt; dort gedreht hat, vor der Ver&#246;ffentlichung erst kontrollieren m&#246;chte. Im Sch&#252;tzengraben des publizistischen Stellungskriegs redet man halt anders als auf den Podien der &#187;Web-Yeah-User-Super-Freiheit&#171;-Zusammenk&#252;nfte dieser Republik, das war die ganz alte Schule&#8230;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&lt;del&gt;Leider gibt es den Beitrag (noch?) nicht komplett online zu sehen&lt;/del&gt; Den &lt;a href="http://www.swr.de/daserste/quoten-klicks-und-kohle/-/id=3436570/nid=3436570/did=3459588/1ckweyp/index.html"&gt;Beitrag kann man online anschauen&lt;/a&gt; (links, &#187;Herunterladen&#171;), auf der &lt;a href="http://www.swr.de/daserste/quoten-klicks-und-kohle/-/id=3436570/vbijck/index.html"&gt;Website zum Film&lt;/a&gt; kann man auch nur &lt;a href="http://www.swr.de/daserste/quoten-klicks-und-kohle/interviews/-/id=3436558/l3nidg/index.html"&gt;einige der im Film gezeigten Interviews anschauen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Der Staatsvertrag ist so nicht akzeptabel, darum stimme ich &lt;a href="http://netzpolitik.org/2008/heute-abend-quoten-klicks-kohle-in-der-ard/"&gt;Netzpolitik zu, dass die Ministerpr&#228;sidenten ein wenig bearbeitet werden m&#252;ssen&lt;/a&gt;. Das Web ist gro&#223;, es ist Raum f&#252;r die &lt;a href="http://www.zoomer.de/"&gt;benutzergenerierten Infoh&#228;ppchen f&#252;r die Pisa-Generation&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://uninformat.io/post/33221324"&gt;Tennis-Spielerinnen-Po-Klickstrecken &#187;seri&#246;ser&#171; Zeitungen&lt;/a&gt; als auch bew&#228;hrte Qualit&#228;t &#224; la &lt;a href="http://www.tagesschau.de/"&gt;Tagesschau&lt;/a&gt;. Auf keinen Fall darf das Web den Verlegern, die mit ihren regionalen Konglomeraten in vielen Regionen sowieso ein Print-Meinungsmonopol haben, als publizistisches &#187;Geld-Verdien-Reservat&#171; per Staatsvertrag zugeschlagen werden. Wenn wir &#214;R wollen, muss es sie auch in der gewohnten Form im Web geben, die Verleger haben sich dieser Konkurrenz zu stellen.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Wer in diesem Krieg gar nicht vorkommt, sind wir, die wir &#187;Web-2.0-m&#228;&#223;ig&#171; Inhalte unterhalb des Radars erzeugen. Das ist nicht das Schlechteste. Denn in einem Punkt sind sich die Kriegsparteien einig: Das mit dem Web jeder einfach so, am Ende auf eigene Rechnung und mit eigenen Produktionsmitteln, seine Inhalte einstellen kann, das geht auf keinen Fall&#8230;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 01 May 2008 10:43:47 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>journalismus</category>
      <category>web2.0</category>
      <category>tv</category>
      <category>onlinejournalismus</category>
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    <item>
      <title>Barcamp Offenburg</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/101</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/101</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2442876152/" title="Barcamp Offenburg by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3039/2442876152_3483cd624d.jpg" width="500" height="375" alt="Barcamp Offenburg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Mein letzter &lt;a href="http://www.das-netzbuch.de/article/2616/berliner-camp-20"&gt;Barcamp-Besuch ist schon anderthalb Jahre her&lt;/a&gt;, bei den in Frage kommenden Veranstaltungen seit der deutschen Barcamp-Initialz&#252;ndung damals in Berlin kam stets etwas dazwischen. Also war es mal wieder h&#246;chste Zeit, da kam das &lt;a href="http://barcampoffenburg.mixxt.de/"&gt;Barcamp Offenburg&lt;/a&gt;, nicht weit vom Karlsruher &#187;uninformation-HQ&#171; entfernt, gerade richtig.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Zun&#228;chst mal ein gro&#223;es &#187;Danke sch&#246;n&#171; an &lt;a href="http://barcampoffenburg.mixxt.de/networks/wiki/index.Organisation"&gt;das Orgateam&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://barcampoffenburg.mixxt.de/networks/wiki/index.Sponsoren"&gt;den Gastgeber Burda und die Sponsoren&lt;/a&gt;. Wir Barcamper wurden auf das Allerbeste versorgt mit Nahrung, Getr&#228;nken, &lt;span class="caps"&gt;WLAN&lt;/span&gt;, einem Dach &#252;ber den Kopf und einem f&#252;r den pl&#246;tzlichen Fr&#252;hlingsausbruch im Badnerland perfekt passenden lauschigen Garten. &lt;br /&gt;Wie sagen die jungen Leute: &#187;Orga-Team, ihr habt gerockt!&#171; ;)&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2444485489/" title="Barcamp Offenburg by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3045/2444485489_9a91aa122b.jpg" width="500" height="375" alt="Barcamp Offenburg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Der organisatorische Rahmen war also perfekt bereitet, es lag an den Barcampern, gem&#228;&#223; der ehernen Barcamp-Regel &#187;keine Zuschauer, nur Teilnehmer&#171; etwas daraus zu machen. Was nach meinen Eindr&#252;cken gelungen ist. In den Sessions, an denen ich teilgenommen habe, gab es einen regen fachlichen Austausch und niemand nutzte die Gelegenheit als Vehikel f&#252;r irgendwelche Werbeaktionen f&#252;r eigene Unternehmungen, was Barcamps bekanntlich gerne von denen, die gar nicht da waren, unterstellt wird. Im Gegenteil, in allen Gespr&#228;chen war eine Freude am freien Austausch zu sp&#252;ren. Auch am Sonntag, als es sp&#252;rbar leerer wurde, f&#252;llte sich die Session-Wand ziemlich schnell mit interessanten Themen. Und auch das Vergn&#252;gen bei informellen Gespr&#228;chen im Garten kam nicht zu kurz. Fazit: Ich war eigentlich ohne konkrete Erwartung angereist und angenehm &#252;berrascht, so macht das Spa&#223;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Da mich unter dem Motto &#187;Meine Daten sind &lt;strong&gt;meine&lt;/strong&gt; Daten&#171; das Thema &#187;Ausbruch aus den umz&#228;unten Mauern der kommerziellen Social Networks&#171; gerade interessiert, hatte ich kurzentschlossen eine unvorbereitete Session zum Thema &#187;Freie soziale Netzwerke&#171; vorgeschlagen, die zu einem interessanten Austausch wurde. Das Thema ist im Moment Objekt vielf&#228;ltiger Bem&#252;hungen, Stichworte sind dazu bspw. &lt;a href="http://code.google.com/apis/opensocial/"&gt;Open Social&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.dataportability.org/"&gt;DataPortability&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://openid.net/"&gt;OpenID&lt;/a&gt; und Werkzeuge wie &lt;a href="http://oauth.net/"&gt;OAuth&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.foaf-project.org/"&gt;FOAF&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.gmpg.org/xfn/"&gt;xfn&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.apml.org/"&gt;APML&lt;/a&gt; und die Grundidee des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web"&gt;&#187;Semantischen Webs&#171;&lt;/a&gt;. Es wurde beklagt, dass die gro&#223;en &#187;Player&#171; in &#252;ppig besetzten Gremien gewaltige Dokumente verfassen, statt ein wenig &#187;agiler&#171; zu denken und mit den vorhandenen Werkzeugen und M&#246;glichkeiten erst einmal zu starten. Wenn etwas implementiert wie, wie z.B. OpenID bei Yahoo!, dann ist das halbherzig. So kann man z.B. &lt;a href="http://openid.yahoo.com/"&gt;Yahoo! als OpenID-Provider benutzen&lt;/a&gt;, sich dort aber nicht mit einer au&#223;erh&#228;usigen OpenID einloggen. Beides geh&#246;rt aber eigentlich zusammen.&lt;br /&gt;Es gibt auch Ans&#228;tze f&#252;r freie Vernetzung von unten, wie das Projekt &lt;a href="http://noserub.com/"&gt;Noserub&lt;/a&gt;, das aber noch in den Kinderschuhen steckt. Man darf gespannt sein, ob und was aus diesem Mix aus Technologien und Organisationen entstehen wird und wer mitspielen wird. Ein Thema, wo man dran bleiben und mal etwas experimentieren muss.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Wer nun beim Lesen auf den Barcamp-Geschmack gekommen ist: Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp, bei &lt;a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/web-20-barcamps-erobern-deutschland/"&gt;Medienrauschen gibt es eine &#220;bersicht &#252;ber die im deutschsprachigen Raum geplanten n&#228;chsten Barcamps&lt;/a&gt;. Und f&#252;rchten muss sich davor keiner, &lt;a href="http://tautoko.info/2008/02/26/gedanken-zu-barcamps-2-hilfe-fuer-einsteiger/"&gt;Johannes gibt eine Hilfestellung f&#252;r Anf&#228;nger&lt;/a&gt;, und beim &lt;a href="http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/49/"&gt;Elektrischen Reporter kann man schauen, wie es da so zu geht&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Und nat&#252;rlich nicht die Regeln vergessen: &#187;Regel 1: Du sprichst &#252;ber ein BarCamp. Regel 2: Du bloggst &#252;ber ein BarCamp.&#171; Wer sich dran gehalten hat ;), kann man im &lt;a href="http://barcampoffenburg.mixxt.de/networks/wiki/index.Berichte"&gt;Barcamp-Wiki nachlesen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;[Nachtrag 29.04.08] Im &lt;a href="http://www.zweisprech.de/weblog/barcamp-offenburg-randgruppen-bewegtbild-videohosting-broadcasting-mobile"&gt;&#187;seri&#246;sen Filial-Blog&#171; gibt es eine Zusammenfassung einer weiteren interessanten Session zum Stand der Dinge in Sachen Web-Video&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 29 Apr 2008 10:49:00 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>barcampoffenburg</category>
      <category>bcog</category>
      <category>barcamp</category>
      <category>offenburg</category>
      <category>web2.0</category>
    </item>
    <item>
      <title>0x64</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/100</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/100</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2448774222/" title="Meine Lieblingsbank im Hardtwald by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2194/2448774222_cde607fa34.jpg" width="500" height="287" alt="Meine Lieblingsbank im Hardtwald" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Den 100. Artikel in uninformation.org widme ich hiermit feierlich meiner Lieblingsbank im Karlsruher Hardtwald, die ein unbekannter K&#252;nstler mit dem Antlitz meines uneingeschr&#228;nkten Lieblingsministers versch&#246;nt hat&#8230;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&#220;brigens: Im &lt;a href="http://www.das-netzbuch.de/article"&gt;ersten Blog&lt;/a&gt;, damals, Anno 2002, dauerte es nicht einmal 2 Monate, bis die 100 Artikel geschrieben waren. Hier waren es nun 16 Monate. Allerdings: Fr&#252;her hatte man ein Weblog und sonst nichts. Es gab ja nichts, mit Kartoffelstempeln haben wir Botschaften in 140 Zeichen an Hausw&#228;nde getwittert.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Heute produziert man in den vielf&#228;ltigen Wirren des so genannten &#187;Web 2.0&#171; Inhalte an vielen vielen digitalen Orten, die &lt;em&gt;damals&lt;/em&gt; ein eigener Blogeintrag gewesen w&#228;ren. Und weil man eben nun, Anno 2008, sich so dezentral f&#252;hlt, versucht man, diese Dezentralit&#228;t der eigenen Online-Persona mit &lt;a href="http://www.uninformation.org/pantarei"&gt;Eigenbauten&lt;/a&gt; oder einem weiteren dezentralen Dienst wie &lt;a href="http://friendfeed.com/"&gt;Friendfeed&lt;/a&gt; wieder zu zentralisieren.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Ziemlich komisch eigentlich, ist es nicht?&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 28 Apr 2008 09:25:50 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>photo</category>
      <category>stasi2.0</category>
    </item>
    <item>
      <title>Rails-Konferenz 2008. Anmelden. Jetzt!</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/99</link>
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      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.rails-konferenz.de/"&gt;&lt;img class="noborder" src="http://www.uninformation.org/images/railskonferenz-banner2.png" alt="Rails-Konferenz 2008" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Wie &lt;a href="http://www.uninformation.org/weblog/88"&gt;schon mal erw&#228;hnt&lt;/a&gt;, am 10. Juni gibt es die dritte Auflage der &lt;a href="http://www.rails-konferenz.de/"&gt;Rails-Konferenz&lt;/a&gt; in Frankfurt (und tags zuvor, am 9. Juni einen Workshop-Tag). Das ist bekanntlich die einzige Rails-Konferenz in deutscher Sprache.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Seit gestern ist auch die &lt;a href="http://anmeldung.rails-konferenz.de/"&gt;Anmeldung&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://www.rails-konferenz.de/preise/"&gt;Preise&lt;/a&gt;) er&#246;ffnet. Wie auch schon mal erw&#228;hnt, ich war bei den beiden ersten Auflagen als zahlender Kunde dabei, es hat sich gelohnt, wurde ich nicht d&#252;mmer von&#8230; ;)&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&lt;em&gt;Disclosure&lt;/em&gt;: Ich kenne eine der Organisatorinnen recht gut, und bin auch f&#252;r digitale Hilfsarbeiten der Organisation eingespannt.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 16 Apr 2008 09:11:24 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>rails</category>
      <category>ruby</category>
      <category>railskonferenz</category>
      <category>frankfurt</category>
      <category>dev</category>
    </item>
    <item>
      <title>Netztand III - Daueraktualisierte Wordpress-Blogs</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/98</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/98</guid>
      <description> &lt;p&gt;Ein verzichtbares &#196;rgernis: Wordpress-Weblogs, deren alte Eintr&#228;ge im Feedreader st&#228;ndig als &#187;aktualisiert&#171; angezeigt werden, weil Herr oder Frau Blogger ein Plugin f&#252;r &#187;verwandte Artikel&#171; oder &#187;Stichworte&#171; oder was auch immer (kenne mich mit diesen schlimmen WordPress-Frickolagen nicht so gut aus) im Artikeltext(!) verwendet, das dann logischerweise nach jedem neuen Eintrag alle m&#246;glichen alten Eintr&#228;ge aktualisiert.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Ich fordere hiermit zum massenhaften Unsubskribieren solcher Kandidaten auf!&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 16 Apr 2008 07:35:45 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>netztand</category>
      <category>wordpress</category>
      <category>weblogs</category>
      <category>die-wordpress-die</category>
    </item>
    <item>
      <title>Unter falscher Flagge</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/97</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/97</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Flag_of_the_British_Indian_Ocean_Territory.svg"&gt;&lt;img src="http://www.uninformation.org/images/io-flagge.png" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Auf der &lt;a href="http://re-publica.de/08/"&gt;re:publica&lt;/a&gt; hat mich jemand davon &#252;berzeugt, dass die wahrhaft k&#252;hlen Internetter ihr Zeug unter der Flagge einer .io-Domain segeln lassen. Gesagt, getan, yet another blog, yet another tumblr: &lt;a href="http://uninformat.io"&gt;uninformat&lt;/a&gt; (wird auch schon in &lt;a href="http://www.uninformation.org/pantarei/"&gt;Panta Rei&lt;/a&gt; aggregiert).&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Da ich mal wieder etwas Neues (so technisch gesehen) ausprobieren wollte, schwankte ich zwischen &lt;a href="http://www.tumblr.com/"&gt;tumblr&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.soup.io/"&gt;soup&lt;/a&gt;. Eigentlich ist soup k&#252;hler (vgl. &lt;a href="http://chaosradio.ccc.de/cre072.html"&gt;Chaos Radio Express 072&lt;/a&gt;), aber tumblr unterst&#252;tzt das bei mir &#228;u&#223;erst beliebte &lt;em&gt;Tagging&lt;/em&gt; und gewann damit.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Vom &lt;em&gt;Tumblen&lt;/em&gt;  hatte ich es ja schon mal &lt;a href="http://www.das-netzbuch.de/article/2416/von-purzelb228umen-und-hohen-aufl246sungen"&gt;damals, vor zweieinhalb Jahren&lt;/a&gt;, und habe auch mal &lt;a href="http://www.das-netzbuch.de/article/2572/ein-webmontag-mit-tumblelogs"&gt;dr&#252;ber geredet&lt;/a&gt;. Tumblen ist das wahre Bloggen! ;)&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;.io ist &#252;brigens die Top-Level-Domain (TLD) des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Territorium_im_Indischen_Ozean"&gt;Britischen Territoriums im Indischen Ozean&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/British_Indian_Ocean_Territory"&gt;engl. besser&lt;/a&gt;), dessen Flagge Ihr da oben seht. Diese &lt;span class="caps"&gt;TLD&lt;/span&gt; wird, wie bei vielen kleinen Staaten und autonomen Gebieten, die von einer Menge Wasser umgeben sind, an Leute, die dumm genug sind, sich um eines zweifelhaften Coolness-Faktors willen eine &#252;berteuerte Domain zuzulegen ;), verkauft.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 10 Apr 2008 12:14:59 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>tumblelogs</category>
      <category>weblogs</category>
      <category>io</category>
      <category>uninformat</category>
    </item>
    <item>
      <title>re:publica 08: Das endg&#252;ltige Fazit!</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/96</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/96</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/791/167311/kopfzoom/"&gt;&lt;img class="noborder"  src="http://www.uninformation.org/images/sz-blogger-mit-museumslaptop.jpg" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Was haben wir denn so bei &lt;a href="http://re-publica.de/08/"&gt;re:publica&lt;/a&gt; gemacht? Die &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/791/167311/kopfzoom/"&gt;SZ kl&#228;rt auf&lt;/a&gt; (vgl. Bild oben): Wir haben die Museumslaptops aus dem Keller geholt und Windows98 installiert&#8230;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Das Bild ist nur das I-T&#252;pfelchen auf &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/791/167311/"&gt;einen der schlechtesten Artikel&lt;/a&gt;, die ich seit langen au&#223;erhalb von Byld gelesen habe. &lt;a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1745"&gt;Herr Kn&#252;wer hat dazu bereits alles gesagt&lt;/a&gt;. Die letzten Zuckungen einer einstigen Qualit&#228;tszeitung, die ihre Zukunft hinter sich hat, weil sie Busen-Fotostecken &#252;ber 25 Klickseiten f&#252;r &lt;strong&gt;das&lt;/strong&gt; Rezept zum &#220;berleben in der digitalen Zukunft h&#228;lt, aber deren Akteure trotzdem stets lautstark das gro&#223;e Wort von den &#187;journalistischen Standards&#171; im Munde f&#252;hren. Symptomatisch. Auch f&#252;r die Berichterstattung &#252;ber die re:publica in den alten Medien. Die Schreiber betrachten die Teilnehmer aus der Perspektive des Zoobesuchers. Deshalb reagieren sie auch wie der Zoobesucher auf Knuts Angeleinlagen, wenn wir in unsere Notebooks schauen. Kulturelles Nichtverstehen (-wollen) ist keine Basis f&#252;r eine angemessene Berichterstattung. Aber das war nun schon wieder viel zu viel Platz f&#252;r die Protagonisten der sterbenden &#187;vierten Macht&#171;&#8230;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2382990286/" title="re:publica 08 by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3005/2382990286_a7edeb5a77.jpg" width="500" height="375" alt="re:publica 08" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Nat&#252;rlich schreit das Ende einer Konferenz immer nach &lt;a href="http://wirres.net/article/articleview/4846/1/6/"&gt;&#187;Fazit&#171;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Also, ist ja Gebot, auch das &lt;em&gt;definitive Fazit&lt;/em&gt; von mir: Wir waren Zeuge des endg&#252;ltigen historischen Aufbruchs in eine neue intellektuelle und publizistische Zukunft, wir sehen das Ende des Meinungsmonopols am Horizont, wir sehen die Massen, behangen mit den Waffen des freien Publizierens, bloggend, twitternd, fotografierend und mogulierend in die Burgen der alten Medien marschieren. Sie schreien nicht mehr nach Brot, sie fordern Aufmerksamkeit. Sie zertr&#252;mmern die Kabelnetze und Satellitensch&#252;sseln und ehren die Netzwerkkabel. Ja, in der Tat, es ist Zeitenwende. Wie Peter Weibel sagen w&#252;rde: Die Leute haben die Nase voll von den alten Medien, deshalb machen sie sich selbst welche&amp;#8230;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Okay, Spa&#223; beiseite. re:publica hat mir wieder sehr viel Spa&#223; gemacht. Aus Gespr&#228;chen, Diskussionen und ja, auch aus einigen Vortr&#228;gen, nahm man interessante Anregungen und Gedanken mit. Banal? Sicher. Einige suchen auf so einer Konferenz immer nach dem gro&#223;en fahnentauglichen griffigen Zukunftsentwurf in Manifest-Form (s.o. ;)), den es so nat&#252;rlich nicht geben kann und geben wird. Und auch das beliebte Gen&#246;hle &#187;Ey, issja nur ne Nabelschau, ey&#171; ist zwar wahr, aber nicht logisch, da Fachkonferenzen &lt;em&gt;immer&lt;/em&gt; Nabelschauen sind.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Was bleibt? Danke an Markus, Johnny und allen anderen hilfreichen H&#228;nden f&#252;r die gelungene Konferenz, ein besonderer Gru&#223; an die anderen Stadtbloggerinnnen und Stadtblogger, und die Vorfreude auf re:publica 09.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Vor lauter sozialer Interaktion ;) habe ich viele Vortr&#228;ge gar nicht gesehen, das werde ich dank der hervorragenden Videos von &lt;a href="http://www.hobnox.com"&gt;Hobnox&lt;/a&gt; noch nachholen und &#252;ber die Themen das eine oder andere Wort verlieren. Im Gegensatz &lt;a href="http://wirres.net/article/articleview/4844/1/6/"&gt;zu Herrn ix&lt;/a&gt; halte ich das Bloggen &#252;ber Vortr&#228;ge auf solchen Konferenzen f&#252;r sinnvoll. Ich schaue zum einen gerne in meinem eigenen Archiv nach, was bei vergangenen Veranstaltungen erz&#228;hlt wurde, und zum anderen ist das geschriebene Wort nun einmal weniger fl&#252;chtig als ein Video bei irgendeinem Anbieter, ganz zu schweigen vom Ge-Twitter. Auch wenn wir mittlerweile auf H&#228;ppchen konditioniert sind &#8211; manche Dinge sind doch ein wenig komplexer als 140 Zeichen. Darum: In Zukunft mehr Bloggen, bitte!&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 08 Apr 2008 09:50:23 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
      <category>republica</category>
      <category>republica08</category>
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      <category>berlin</category>
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      <category>weblogs</category>
      <category>b&#252;rgerjournalismus</category>
    </item>
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      <title>So war das da, bei re:publica</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/95</link>
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      <description> &lt;p&gt;So ging das zu bei re:publica. Schaut mal hin, fast &#252;berall steht einer mit &amp;#8216;ner Kamera und filmt&amp;#8230;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" data="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=865498&amp;amp;server=www.vimeo.com&amp;amp;fullscreen=1&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color="&gt;    &lt;param name="quality" value="best" /&gt;    &lt;param name="allowfullscreen" value="true" /&gt;    &lt;param name="scale" value="showAll" /&gt;    &lt;param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=865498&amp;amp;server=www.vimeo.com&amp;amp;fullscreen=1&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.vimeo.com/865498/l:embed_865498"&gt;re:publica 08, Beobachtungsrundgang&lt;/a&gt; from &lt;a href="http://www.vimeo.com/user428340/l:embed_865498"&gt;leralle&lt;/a&gt; on &lt;a href="http://vimeo.com/l:embed_865498"&gt;Vimeo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 06 Apr 2008 10:09:50 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
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      <category>video</category>
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      <title>re:publica 08: B&#252;rgerjournalismus - &#187;M&#252;ssen wir jetzt spielen, was wir wollen?&#171;</title>
      <link>http://www.uninformation.org/weblog/94</link>
      <guid>http://www.uninformation.org/weblog/94</guid>
      <description> &lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2387955073/" title="re:publica 08: B&#252;rger, an die Produktionsmittel by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2290/2387955073_2f59883d19.jpg" width="500" height="375" alt="re:publica 08: B&#252;rger, an die Produktionsmittel" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;[Alles, mit Ausnahme der als solche gekennzeichneten Zitate, indirekte Wiedergaben der Dinge nach meinem h&#246;chst eigenen Verst&#228;ndnis!]&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/2388784624/" title="re:publica 08: Der Schockwellenreiter spricht by leralle, on Flickr"&gt;&lt;img class="floatleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2369/2388784624_a3f18e6643_t.jpg" width="97" height="100" alt="re:publica 08: Der Schockwellenreiter spricht" /&gt;&lt;/a&gt; Im von Don Dahlmann moderierten re:publica-Panel &lt;a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/202.de.html"&gt;&#187;Weil wir es k&#246;nnen! Die Produktionsmittel in der Hand von B&#252;rgern&#171;&lt;/a&gt; wiederholt J&#246;rg Kantel alias &lt;a href="http://www.schockwellenreiter.de"&gt;&#187;Der Schockwellenreiter&#171;&lt;/a&gt; seine &lt;a href="http://www.uninformation.org/weblog/38"&gt;bekannte&lt;/a&gt; These: Echten B&#252;rgerjournalismus k&#246;nne es nur geben, wenn der B&#252;rger auch im Besitz der Produktionsmittel sei. Denn die Werkzeuge seien alle frei verf&#252;gbar. Es gibt, da kann man dem Schockwellenreiter zustimmen, in der Tat keinen Grund, B&#252;rgerjournalismus unter dem Dach eines Medienkonzerns zu praktizieren. Eine rein quantitative Kritik, die sich auf den Fakt st&#252;tzt, dass tats&#228;chlich nur 0,2% der Bev&#246;lkerung auch tats&#228;chlich Bloggen wolle, geht f&#252;r Kantel ins Leere: Es geht um die M&#246;glichkeit, es tun zu k&#246;nnen, aber es &lt;strong&gt;m&#252;sse&lt;/strong&gt; eben nicht jeder. Man d&#252;rfe diese M&#246;glichkeit der Kommunikation (Zitat) &#187;nicht den Murdochs und Holtzbrincks dieser Welt &#252;berlassen&#171;. Auch wenn sich die mit ihren neuen M&#246;glichkeiten ausgestatteten B&#252;rger manchmal die selbe Frage stellen wie einst die antiautorit&#228;ren Kinder der 68er: &#187;M&#252;ssen wir jetzt spielen, was wir wollen?&#171;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Ebenfalls auf dem Panel ist &lt;a href="http://www.wasmitmedien.de/"&gt;Daniel Fiene&lt;/a&gt;. Er preist weniger den emanzipatorischen Akt der Freiheit des Publizierens, sondern die eher unterhaltsamen Amateuraktivit&#228;ten wie das &#187;Mogulieren&#171; von Bloggern, die gemeinsam eine Sendung im Unterschichtenfernsehen schauen und dabei von Internetzuschauern betrachtet werden&#8230;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;&lt;a href="http://wrede.design.fh-aachen.de/"&gt;Oliver Wrede&lt;/a&gt; dagegen m&#246;chte die M&#246;glichkeiten sich entwickeln lassen. Eigentum an Produktionsmitteln h&#228;lt er nicht f&#252;r so wichtig, f&#252;r ihn kann es auch Aktivit&#228;t in den umz&#228;unten G&#228;rten der Medienmultis oder Startups sein. Alles sei im Fluss und entwickle sich. So habe Twitter vor einem Jahr noch f&#252;r (Zitat) &#187;user generated spam&#171; gehalten, mittlerweile jedoch eine interessante Entwicklung dieses kleinen Dienstes gesehen. Solche Dienste m&#252;ssten nach ihrer &#187;Hype-Phase&#171; eine &#187;Kritische Masse&#171; erreichen. Jeder habe viele M&#246;glichkeiten, der f&#252;r die &#187;alten&#171; Medien charakteristische aufw&#228;ndige Produktionsprozess sei nicht mehr da, die neuen M&#246;glichkeiten &#187;ubiquit&#228;r&#171;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;J&#246;rg Kantel fordert eine andere Medienkompetenz. F&#252;r gedruckte Medien und TV g&#228;be es schon eine. Diese sei aber von einer &#187;Umbiegung echter Bed&#252;rfnisse&#171; gepr&#228;gt. Jeder wisse im Grunde, was von &#187;Bild&#171; zu halten sei, gelesen w&#252;rde es aber trotzdem. &#187;Unsere&#171; Aufgabe sei es, mit den neuen Produktionsmitteln des Webs eine Alternative zu schaffen. Wobei nicht sicher sei, dass diese sich dann auch &#187;historisch durchsetze&#171;. Schlie&#223;lich sei die Frage nach den Medien auch eine Frage nach den realen Machtverh&#228;ltnissen.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Don Dahlmann meint: Die Produktionsmittel seien da, Menschen verst&#252;nden aber den Umgang damit nicht.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Daniel Fiene hat &#187;echte Menschen&#171;, &#187;Offliner&#171; ;), in seinem sozialen Umfeld durch seine Online-Aktivit&#228;ten missioniert. Das Problem ist aber, dass die frisch Missionierten nicht genau w&#252;ssten, was sie jetzt mit dieser Technik machen sollen.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Oliver Wrede kann diese Beobachtung best&#228;tigen. Die inhaltliche Frage sei das Problem, Aktivit&#228;ten oft Selbstzweck (Zitat): &#187;Viele sind von den Werkzeugen beseelt.&#171;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;J&#246;rg Kantel fordert (Zitat): &#187;Medienkompentenz muss sich an den Inhalten entwickeln, nicht an der Technik&#171;. Die Entwickler der Werkzeuge seien aber schuldig. Sie spielen mit der Technik, statt Techniken zu entwickeln, die den weniger Bewanderten helfe, Inhalte zur Verf&#252;gung zu stellen. Und erl&#228;utert seine Idee einer Vernetzung &#252;ber dezentrale Community-Server per Ping vor, die eine Nutzung von kommerziellen umz&#228;unten G&#228;rten &#252;berfl&#252;ssig machen w&#252;rde.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Oliver Wrede ist skeptisch: Solange ein Klima der &#187;Anti-Intellektualit&#228;t&#171; herrsche, sei die Technik nicht das Problem. F&#252;r J&#246;rg Kantel h&#228;ngt das mit den realen Verh&#228;ltnissen zusammen. Wir br&#228;uchten einen gesellschaftlichen Wandel weg von der Industriegesellschaft hin zur Informationsgesellschaft (Zitat): &#187;Wir sind Begleitmusik zu einer laufenden gesellschaftlichen Ver&#228;nderung.&#171;&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Abschlie&#223;end forderte Kantel dazu auf, Fortschritte auch im Kleinen, von den &#187;Relevanzfanatikern&#171; oft bel&#228;chelten Online-Strukturen zu sehen. Man solle nicht immer nur auf die (Zitat) &#187;Gro&#223;en Sachen im Kontext des Journalismus&#171; schauen, sondern auch auf die Kleinode bei &lt;a href="http://www.beepworld.de/"&gt;beepworld&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://de.jimdo.com/"&gt;jimdo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


	&lt;p&gt;Fazit: In dem vergangenen Jahr seit der letzten re:publica sind wir mit diesem Thema nicht wirklich weiter gekommen, im Gegenteil, mir scheint der Trend eher dahin zu gehen, dass die Menschen sich lieber in die bequemen Sessel der kommerziellen Dienste und geschlossenen Netzwerke setzen. Da ist noch einiges zu tun.&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 05 Apr 2008 00:42:02 GMT</pubDate>
      <author>do_not_use_this@uninformation.org (ralf)</author>
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